Ausgleichende Gerechtigkeit

Veröffentlicht: 31. Oktober 2011 in Schalke
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Raul’s Treffer war vermeindlich Hand, der Elfmeter eventuell unberechtigt und das dritte Tor höchstwarscheinlich unverdient.

Scheiß drauf

Was soll’s. Nach dem Spiel haben wir drei Punkte und es ist egal wie diese zustande gekommen sind.

Wobei ich die Aufregung um das 1:0 überhaupt nicht verstehe. Klar berührt er den Ball mit dem Unterarm. Aber mit Sicherheit nicht absichtlich.
Hat der Ball die Flugbahn geändert?
Mit Sicherheit.
Na und? Das hätte er auch nach einer Knie-Berührung.

Ich kann nicht sagen, dass die TSG Hoffenheim ein Verein ist, der viele sympathien in mir weckt.
Einzig die Nachwuchsförderung imponiert mir. Was bleibt ist eine fehlende Fankultur, eine Vereinsidentität namens Hopp und überhaupt jegliche Kultur.

Aber wo soll die auch so plötzlich herkommen.
Auf einmal schießt da ein Verein aus dem Boden und spielt dank intensiver finanzieller Unterstützung in der Bundesliga. Da hat doch keine Fan-Kultur Zeit sich zu entwickeln.
Außerdem ist der Standort auch miserabel gewählt. Zwischen Frankfurt und Stuttgart bleibt da im Kraichgau nicht viel. Eventuell ließen sich noch einige KSC Anhänger abwerben, was allerdings schon schwierig werden dürfte. Jeder Dorfklub hat mehr Tradition als dieser seelenlose Mäzen-Klub.
Mit Stanislawski wollte man wohl hauptsächlich ein sympathisches Gesicht verpflichten. Das grenzt mehr an Marketing als Scouting.
Aber zurück zum Thema.

Im Fußball gleicht sich alles irgendwann aus. Gegen Kaiserslautern bekommt Fährmann die rote Karte. Gegen 1899 fragt der Schiedsrichter unseren Señor während des Torjubels zum „Handtor“ ob er nach dem Spiel sein Trikot tauschen möchte.
Das ist dann ausgleichende Gerechtigkeit.

Markus Babbel sieht das warscheinlich anders. Diego Benaglio, seines zeichens Ballfangbeauftragter beim VFL Wolfsburg, holte im Spiel gegen die Hertha aus Berlin die „Sense“ heraus. Das war ein klares Foul und laut Regelbuch ein Strafstoss + rote Karte. Der Schiedsrichter zeigt gelb. Und das finde ich Klasse.
Das hat zwar mit einheitlichem Pfeifen nichts zu tun, aber diese Doppelbestrafung lehne ich ab.
Nach Abfiff stellt sich der Unparteiische zwar vor die Kamera und erzählt, dass er nach wiederholter TV Analyse zu dem Schluss kommt, dass er den Spieler vom Platz hätte stellen müssen, doch im Spiel hat er für mich alles richtig gemacht.
Ob er das im Interview gesagte Ernst meinte oder den Opi’s beim DFB nur zu höhren gab, was diese höhren wollen kann ich nicht beurteilen.

Ein Elfmeter ist eine ausreichende Strafe. Solange der Torwart beim Versuch den Ball zu bekommen kein „rot-würdiges“ Foul begeht und den Spieler lediglich am Torschuss hindert natürlich.

Aber im Enddefekt hat Berlin ja auch gewonnen, also kann es dem Babbel auch egal sein.

Übrigens: Glückwunsch an den Ballsportverein aus Dortmund! Ihr seid Schalke-Jäger Nr. 1.

Das ist zwar noch etwas früh… aber mit ein bisschen Glück bleibt ihr dran.

Eine schöne Woche

Glückauf

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