Aberglaube

Veröffentlicht: 15. August 2011 in Schalke
Schlagwörter:, , ,

Endlich kann ich mein Büro mal wieder mit einem breiten Grinsen betreten.

Der Kölner gegenüber hat schon seit 7 Uhr die Tür zu und von den Dortmundern hört man an diesem Montag-Morgen auch nichts.

Das Beste war allerdings, dass meine Frau kein Pech gebracht hat. Und auch unsere Platzwahl war sehr gut. Denn ich bin schon ein wenig „Abergläubig“.

Ich ziehe normalerweise mein Ebbe Sand Trikot an, gehe in einen Block der mit „N“ beginnt und bewege mich fernab von femininen Fußballfans.

Samstag traute ich mich. Ich war mir zwar des Risikos bewusst, doch was macht man nicht alles für seine Recht-Herzlich-Angetraute.
Hätten wir verloren, hätte ich mir das nicht verziehen. Dann wäre ich Schuld. 2 Niederlagen in Folge, nur weil ich meine Frau mit in den Oberrang genommen habe. Block 39. Gute Plätze über dem Eingang.

Das Spiel begann und ich dachte, ich sitze wieder vor meinem Fernseher und sehe Stuttgart-Schalke. Wir haben ja irgendwie da angefangen wo wir in S21 aufgehört haben. Und mein Gewissen meldete sich.
Bist du Bescheuert? Wie konntest du nur?

Hatte ich doch meiner Frau vorher erzählt: Warte mal ab wenn Schalke ein Tor schießt, was dann da los ist. Oder Wenn die Kurve den Oberrang oder die Süd-Kurve ruft. Da geht die Post ab.
Doch der Prinz schoss das erste Tor und die eingepferchten Urinwerfer im Gästeblock jubelten. Man man man.

Ich hätte Kotzen können. Ich sah meine Frau schon böse an, obwohl Sie ja nichts dafür konnte. Es war ja meine Schuld.

Das Spiel plätscherte jetzt so vor sich hin und wenn der eine Effzeh-Kicker noch einmal „Quergelegt“ hätte, stünde es 0:2. Oh Gott.

Wir müssen vor der Pause noch den Ausgleich machen, sagte ich. Meine Frau Grinste.

Nebenbei gesagt: Meine Frau hatte vor unserer Beziehung und größtenteils auch währenddessen so viel mit Fußball zu tun wie der Pabst mit Kondomen.
Sie fragte mich vor dem Spiel als wir gerade die Treppen hinaufgingen ob man denn im Stadion auch den Moderator hören würde. Sonst wüsste Sie ja gar nicht wer am Ball ist.

Doch dann: Elfmeter.
Ich hielt ihre Hand und sagte sie solle zur Kurve gucken, denn gleiche Startet der Flieger. Peng 1:1.
Meine Hoffnung das Spiel zu gewinnen war wieder da und mein Gewissen beruhigte sich.

Was dann in der 2. Halbzeit passierte war ein Leckerbissen auch wenn der Gegner nun mehr ein Sparingspartner war.
Trotzdem hat Schalke das Spiel verdient gewonnen und großartig gespielt. Die 2. Halbzeit.

Und ich kann auch das nächste mal meine Frau ohne schlechtes Gewissen mit in unseren Tempel nehmen.
Falls sie überhaupt will.

Das wars von mir.

Schöne Woche. Glückauf.

Advertisements
Kommentare
  1. Carlito69 sagt:

    Ja, da hast Du ja noch mal Glück gehabt! Und Deine Werteste erst! 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s